50 Jahre Abwasserreinigungsanlage (ARA) Worblental

Vor ein paar Tagen hat­ten die Mit­glie­der des Gros­sen Gemein­de­ra­tes das Vor­recht, im Rah­men des Jubi­lä­ums „50 Jahre Abwas­ser­rei­ni­gungs­an­lage ARA Worblen­tal“ das Areal zu besich­ti­gen. Ein­ge­la­den dazu hatte Ver­bands­mit­glied Bet­tina Fred­rich (Gemein­de­rä­tin Tief­bau).

Die ARA Worblen­tal hat die Phi­lo­so­phie „sau­be­res Was­ser für alles Leben“ und klärt das Abwas­ser vom gan­zen Worblen­tal und Zol­lik­ofen, so auch von Oster­mun­di­gen. Ins­ge­samt sind es 39 km Kanal­sys­teme die die Abwäs­ser von etwa 70’000 Ein­woh­nern und von Gross­kun­den aus Indus­trie und Gewerbe sowie das Regen­was­ser nach Itti­gen brin­gen.

Wir staun­ten, wie dank raf­fi­nier­ten mecha­ni­schen und bio­lo­gi­schen Ver­fah­ren bereits ein Gross­teil der Abfälle aus dem Abwas­ser ent­fernt wer­den kann. Auch wer­den aus den Abfäl­len Bio­gas und Wärme erzeugt.

Lei­der gibt es immer noch Stoffe, die nicht abge­baut wer­den kön­nen, so zum Bei­spiel das sehr ver­brei­tete ent­zün­dungs­hem­mende Medi­ka­ment Vol­ta­ren (Diclofe­nac). Das heisst kon­kret, dass schon meh­rere Ton­nen von die­sem Stoff im Ozean gelan­det sind. Den­noch wird er von der Phar­ma­in­dus­trie immer noch zum Kauf ange­prie­sen und von den Medien gepuscht.

Wir sel­ber kön­nen Fol­gen­des beach­ten: Essens­reste, Beauty-Artikel wie Wat­te­stäbli oder Wat­te­pads, alte Medi­ka­mente, Öle und natür­lich auch Mas­ken gehö­ren nicht in die Toi­lette. Hel­fen tun wir der Natur auch damit, dass wir spar­sam mit unse­rem kost­ba­ren Trink­was­ser umge­hen und bio­lo­gisch abbau­bare Rei­ni­gungs­mit­tel ver­wen­den. Viel mehr Tipps kön­nen auf fol­gen­der Web­site gefun­den wer­den: www.ara-worblental.ch

Ein­mal mehr sind wir alle gefragt. Gemein­sam schaf­fen wir es, einen Unter­schied für Mensch und Umwelt zu machen.

Myriam Zür­cher, Mit­glied Gros­ser Gemein­de­rat Oster­mun­di­gen