Sitzung des Grossen Gemeinderates (GGR) vom 01.11.2018

Die heu­tige Debatte über das Bud­get 2019 ging mit vie­len Dis­kus­sio­nen, Anträ­gen um Rück­wei­sun­gen und zum Teil auch hef­ti­gen Wort­wech­seln doch noch gut aus!

Die Gemeinde kann mit einem abge­seg­ne­ten Bud­get ins neue Jahr star­ten.
Der Gemein­de­rat hat aber einige Kri­tik gefasst für das Bud­get 2019, wäre es doch für alle im Saal wün­schens­wert, dass der GR ein­mal ein aus­ge­gli­che­nes Bud­get prä­sen­tie­ren würde. 

 

Der Finanz­plan2019 – 2023 wurde aber dann klar zurück­ge­wie­sen mit dem Auf­trag, die­sen zu über­ar­bei­ten. Obwohl es schon letz­tes Jahr eine Rück­wei­sung gab, kam er in die­sem Jahr lei­der nicht bes­ser daher. Des­halb jetzt die erneute Rück­wei­sung. Das hat aber keine direk­ten Aus­wir­kun­gen auf das nächste Jahr.

 

Auf­ga­ben und Leis­tungs­über­prü­fung (ALÜ)

Zum Schluss­be­richt der ALÜ wurde ein Ver­tre­ter der zur Beglei­tung des Pro­jekts beauf­trag­ten Firma ein­ge­la­den, um die­sen zu erklä­ren. Es war sehr span­nend zu hören, wie die Gemeinde und unsere finan­zi­elle Lage ein­ge­stuft wird: «Es ist wenig Fleisch am Kno­chen und Speck schon gar nicht.»

Es wur­den viele inter­es­sante Fra­gen gestellt. Nach die­sen Aus­füh­run­gen war wohl allen klar, dass wir wei­ter auf der Ein­nah­men­seite arbei­ten müs­sen. Spa­ren ja, aber auch in die rich­ti­gen Dinge inves­tie­ren und auf­bauen. Die Orts­pla­nungs­re­vi­sion O’mundo geht genau in diese Rich­tung. Gemein­sam an der Zukunft unse­rer Gemeinde arbei­ten. Span­nend für mich war auch die Ant­wort auf die Frage eines Rats­mit­glieds nach Spar­mög­lich­kei­ten bei einer Fusion. Der externe Bera­ter meinte dann, dass eine Fusion sicher nicht zum Spa­ren anrege und die Finan­zen kein Grund für eine Fusion sein dürf­ten. Jedoch meinte er, dass ein gemein­sa­mer Ver­wal­tungs­stand­ort sich finan­zi­ell sehr gut aus­wir­ken könnte. Auch Ver­bünde mit ande­ren Gemein­den seien wün­schens­wert. Ein Bei­spiel wäre gerade die Beschaf­fung der ICT in den Schu­len gewe­sen.

 

ICT – Infra­struk­tur Schu­len

Die­ses Geschäft gab keine gros­sen Dis­kus­sio­nen, ist doch allen klar, dass es wich­tig und rich­tig ist, in die Zukunft unse­rer Kin­der zu inves­tie­ren. Was aber bei allen für Unmut sorgte war, dass der Kan­ton eine „soge­nannte Emp­feh­lung“ aus­spricht und die Gemeinde dann umset­zen und bezah­len muss. Gemäss dem neuen Lehr­plan 21 ist es näm­lich keine Emp­feh­lung, son­dern ein Muss und darum auch ganz klar, dass man inves­tie­ren muss. Es wurde noch ange­regt zu über­den­ken, ob der 5-Jahres-Rhythmus der Betriebs­dauer wirk­lich not­wen­dig sei, da die Geräte ja nicht von Power Usern genutzt wür­den. Das Ler­nen und nicht die Geschwin­dig­keit stün­den im Vor­der­grund. Damit würde es sicher rei­chen, alle 6 Jahre die ganze Sache zu erneu­ern. Damit könnte auch eini­ges ein­ge­spart wer­den.

 

Dann gab es noch einige klei­nere Geschäfte, die dann zackig voran gin­gen. Kurz nach 23 Uhr war die 5. Sit­zung zu Ende. Der Rats­prä­si­dent hat sich dafür ein­ge­setzt, dass die letzte GGR-Sitzung in die­sem Jahr am 13.12.2018 im Rat­haus in Bern statt­fin­det. Da freue ich mich natür­lich sehr dar­auf.

 

Ich wün­sche Ihnen allen einen schö­nen Win­ter­start, viel Wärme im Herz und die Hoff­nung, wenn wir Gutes säen, kön­nen wir auch gute Früchte ern­ten. Got­tes rei­chen Segen.

 

 

Sil­via Fels, Mit­glied GGR